Spende macht Saatgut-Aktion möglich

Spende der Förde Sparkasse macht Saatgut-Aktion möglich (v.l. Nicola Brockmüller, Stiftung Naturschutz SH, Silvia Janzen, Freundeskreis,  Carsten Zarp, Förde Sparkasse)

Blütenmeer- und Insektenretter werden – Bis zum 28. Februar 2019 mit deinem Projekt bewerben! 

Die erste Spende für den neuen Verein ging von der Förde Sparkasse ein! Für dieses Geld erwarb der Freundeskreis der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein regionales Saatgut von Blühpflanzen. Die Stiftung Naturschutz verdoppelte diesen Betrag noch einmal. Es können naturnahe Blumenwiesen und artenreiche Pflanzengemeinschaften entstehen! So kann gleich in mehrfacher Hinsicht die Natur in unserer Region gestärkt werden. Einerseits helfen wir Menschen, ihre Fläche naturnäher zu gestalten. Das Beste ist: Wir helfen den Insekten und Vögeln mit Nahrung und den Blühpflanzen, die sich wieder ansiedeln können. Die Pflege ist weit weniger aufwändig als beim herkömmlichen Zierrasen. Die Blumenwiese benötigt keine Düngung und erst recht keine Spritzmittel. Es reichen max. drei Schnitte pro Jahr – am liebsten mit der Sense. Nur eines muss man bedenken: Blumenwiesen eignen sich NICHT als Spiel- oder Sportstätten! Aber an deren Rand ist natürlich alles möglich;-).

Wie kann ich heimisches Saatgut für eine blühende Wiese vom Freundeskreis erhalten?

    – Jeder Privatperson, Institution oder Unternehmen kann sich bewerben, die ein passendes Grundstück ihr eigen nennt.
    – Die eigene Fläche sollte von min. 20 – max. 100m2 groß sein (wenn  mehr Fläche, dann wird gesondert abgesprochen! Grund: Wir möchten soviel Menschen wie möglich ermöglichen, bei der Aktion mitzumachen!)
    – Die Fläche sollte sich eignen (siehe unten: Was muss beachtet werden)
    1. – Sie schreiben uns (max. 1/2 Din A4 Seite!) eine Mail, wie groß die Fläche ist, was jetzt dort wächst, warum Sie das Saatgut haben möchten. Machen Sie gerne ein Foto!

 

    Alle Bewerber werden bis zum 28. Februar 2019 gesammelt. Dann entscheidet eine Jury bestehend aus dem Freundeskreis, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein die Teilnehmenden – bis das Saatgut vergeben ist und bis zum 22. März 2019. Also haben viele Teilnehmer die Chance, egal ob große oder kleine Fläche. Das Projekt zählt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Dies ist eine Aktion des Freundeskreises der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Bei den Einsendungen werden die Datenschutzrichtlinien der Stiftung Naturschutz eingehalten.
    Was muss beachtet werden beim Anlegen einer insektenfreundlichen Blühwiese:

Standort: möglichst sonnig, wenig Belastung durch Spiel, Sport etc. Es können Standorte in Privatgärten, Schrebergärten Flächen in Parks, Kindergärten, Seniorenwohnheime oder Flächen vor Betriebsgelände sein.

Boden: Möglichst Wasserdurchlässig, nährstoffarm. Wenn nicht nährstoffarm: Untermischen von Sand/feiner Kies um „abzumagern“. Je magerer der Boden, desto besser lässt sich die heimische Blumenwiese erhalten.

    Vorbereitung:
    Rasen: Grassoden abtragen, umgraben, gegeben falls Sand untermischen. Verdichtete Böden sollten bitte tiefgründig aufgelockert werden. Eine Aussaat sollte möglichst im Frühjahr erfolgen. Gerne zwischen April und Juni. ACHTUNG: Wir liefern das Saatgut, den Rest machen Sie!
    Bestehende Wiese: Soll das Blütenmeer in eine eher „langweilige“ Wiese eingebracht werden, sollte man offene Bodenstellen nutzen. Diese können z.B. von Maulwürfen entstehen. Das dauert – ist aber nicht so ein radikaler Eingriff und es macht Spaß zu sehen, wie sich die Flecken entwickeln und aussähen! Eine besonders schnelle Methode nutzt die Stiftung Naturschutz: Sie säht zusätzlich den Klappertopf aus.
Großer Klappertopf
    Der Klappertopf ist ein sogenannter Halbschmarotzer, der mit seinen Wurzeln die Nährstoffe der Gräser absaugt – diese werden so geschwächt. Daher sehen Landwirte den Klappertopf nicht gerne und er wurde im Grünland schon fast ausgerottet. Wir Blütenmeer-Liebhaber lieben aber diesen feine, gelben Gesellen Denn er garantiert doch, dass bald eine Blumenwiese wachsen kann, da das Gras geschwächt wird. Auch ist der Klappertopf nur einjährig – er vermehrt sich nur durch Samen. So bleibt an der Stelle des Klappertopfes wieder eine freie Stelle für Blumensamen! Der Klappertopf fördert die Artenvielfalt auf Blütenwiese und am Wegesrand nachhaltig, natürlich und vor allem wunderschön! Weiterhin sollte man das Mähgut einfach auf der Wiese liegeblassen – so trocknet es, Samen fallen heraus und nach und nach wird es immer bunter!
    Pflege und viele weitere Infos hier: Blütenmeer2020